Reflexionskarte

3-2-1-Reflexion

Bündeln Einzelarbeit & Plenum 10–15 Minuten

Die 3-2-1-Reflexion eignet sich, wenn nach einem Modul Erkenntnisse und offene Fragen schnell gesichert werden sollen. Die Teilnehmenden notieren drei wichtige Punkte, zwei Fragen und einen Bezug zur eigenen Initiative. So wird sichtbar, was verstanden wurde, was offen bleibt und was weiterbearbeitet werden sollte.

Papier Stifte

Kurzprofil

Kategorie Bündeln
Format Einzelarbeit mit kurzer Auswertung im Plenum
Dauer 10–15 Minuten
Material Papier, Stifte

Wofür ist die Reflexion gut?

Die 3-2-1-Reflexion bringt zentrale Lernpunkte, offene Fragen und Praxisbezüge schnell auf den Punkt. Sie hilft, eine Arbeitsphase nicht nur abzuschließen, sondern direkt für die Weiterarbeit auszuwerten.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut nach einem inhaltlichen Modul: Was war wichtig? Was ist noch unklar? Und was bedeutet das für unsere Initiative, Kommune oder Gruppe?

So funktioniert die Reflexion

Vorbereitung
  • Bereite Papier, Karten oder ein Arbeitsblatt mit drei Feldern vor.
  • Formuliere die drei Reflexionsaufträge klar und sichtbar.
  • Erkläre, dass kurze Stichworte ausreichen.
Durchführung
  1. Die Teilnehmenden notieren drei wichtige Erkenntnisse aus dem Modul.
  2. Danach notieren sie zwei offene Fragen, die noch geklärt werden sollten.
  3. Zum Schluss notieren sie einen Bezug zur eigenen Initiative: Was ist für unsere Arbeit relevant?
  4. Die Antworten werden einzeln behalten, in Kleingruppen geteilt oder im Plenum gesammelt.
  5. Die Moderation bündelt wiederkehrende Erkenntnisse, Fragen und Transferpunkte.
Abschluss

Klärt gemeinsam, welche offenen Fragen direkt beantwortet werden können und welche später weiterbearbeitet werden. Der Praxisbezug sollte am Ende besonders sichtbar sein: Was folgt daraus für den nächsten Schritt?

Material & Raum

  • Material: Papier und Stifte; alternativ Moderationskarten, Arbeitsblatt, digitales Formular oder Whiteboard.
  • Raum: Die Methode braucht keine besondere Raumform. Wichtig ist ein kurzer ruhiger Moment für Einzelarbeit und eine sichtbare Sammlung für die Auswertung.
  • Digital möglich: Ja. Online kann die 3-2-1-Reflexion über Chat, Formular, digitales Whiteboard oder gemeinsames Dokument umgesetzt werden.

Moderations­tipps

  • Halte die drei Aufträge sichtbar, damit die Teilnehmenden beim Schreiben orientiert bleiben.
  • Begrenze die Schreibzeit, damit die Methode kompakt bleibt.
  • Nutze den dritten Punkt bewusst für Transfer: Der Bezug zur eigenen Initiative macht die Reflexion handlungsnäher.
  • Sammle nicht alle Antworten vollständig ein, wenn wenig Zeit ist. Wichtiger sind Muster, offene Fragen und nächste Schritte.
  • Greife offene Fragen später sichtbar wieder auf, damit die Reflexion nicht folgenlos bleibt.

Varianten

Klassische 3-2-1-Reflexion

Drei Erkenntnisse, zwei Fragen und ein nächster Schritt werden einzeln notiert. Diese Variante eignet sich gut als schneller Abschluss nach einem Modul.

Transferfokus

Die letzte Kategorie wird stärker auf Umsetzung ausgerichtet: „Ein Punkt, den wir in unserer Initiative konkret ausprobieren möchten.“

Gruppenbündelung

Die Teilnehmenden schreiben zunächst einzeln. Danach vergleicht eine Kleingruppe ihre Antworten und einigt sich auf gemeinsame drei Erkenntnisse, zwei Fragen und einen nächsten Schritt.

Weitergehende Infos

Wenn du mehr über die 3-2-1-Methode als Reflexions- und Sicherungsformat erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: Hochschule Osnabrück: 3-2-1-Methode und Universität Bremen: 3-2-1-Methode.