Reflexionskarte

Aktions­soziometrische Aufstellung

Positionieren Plenum 10–20 Minuten

Die aktionssoziometrische Aufstellung macht Einschätzungen im Raum sichtbar. Teilnehmende positionieren sich zu einer Aussage oder Frage auf einer Linie oder Skala. So erkennt die Gruppe schnell, wo Einigkeit besteht, wo Unterschiede liegen und welche Punkte weiter besprochen werden sollten.

Klebeband Skala Papier Stifte Pinnwände

Kurzprofil

Kategorie Positionieren
Format Plenum
Dauer 10–20 Minuten
Material Klebeband, Skala, Papier, Stifte, Pinnwände

Wofür ist die Reflexion gut?

Die Aufstellung eignet sich, wenn eine Gruppe schnell sichtbar machen möchte, wie unterschiedlich Einschätzungen, Erfahrungen oder Erwartungen verteilt sind. Statt nur mündlich zu diskutieren, beziehen die Teilnehmenden körperlich Position.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Reflexion besonders gut nach Arbeitsphasen, in denen geklärt werden soll: Wie sicher fühlen wir uns? Wo stehen wir als Gruppe? Welche Fragen sind offen? Welche Positionen sollten noch einmal besprochen werden?

So funktioniert die Reflexion

Vorbereitung
  • Markiere im Raum eine Linie oder Skala, zum Beispiel mit Klebeband.
  • Lege die Pole fest, etwa „stimme zu“ und „stimme nicht zu“ oder „sehr sicher“ und „sehr unsicher“.
  • Formuliere eine kurze Aussage oder Reflexionsfrage, zu der sich alle positionieren können.
Durchführung
  1. Lies die Aussage oder Frage laut vor.
  2. Bitte die Teilnehmenden, sich auf der Skala zu positionieren.
  3. Lass die Gruppe kurz wahrnehmen, wie die Positionen verteilt sind.
  4. Frage einzelne Personen aus unterschiedlichen Bereichen der Skala nach ihrer Einschätzung.
  5. Halte zentrale Unterschiede, offene Fragen oder nächste Schritte sichtbar fest.
Abschluss

Schließe die Reflexion mit einer kurzen Zusammenfassung ab: Was wurde sichtbar? Wo gibt es Übereinstimmung? Wo braucht es noch Klärung? Welche Erkenntnis nehmen wir in die nächste Arbeitsphase mit?

Material & Raum

  • Material: Klebeband oder Karten zur Markierung einer Skala; Papier, Stifte und Pinnwände für zentrale Beobachtungen.
  • Raum: Es braucht ausreichend freie Fläche, damit sich die Teilnehmenden entlang einer Linie oder im Raum positionieren können.
  • Digital möglich: Bedingt. Online kann die Methode über Skalenabfragen, Whiteboards oder Abstimmungstools nachgebildet werden. Die körperliche Wirkung im Raum geht dabei teilweise verloren.

Moderations­tipps

  • Formuliere die Aussagen eindeutig. Unklare Fragen führen schnell zu unklaren Positionierungen.
  • Frage nicht nur die Extrempositionen ab. Auch mittlere Positionen zeigen oft wichtige Ambivalenzen.
  • Achte darauf, dass niemand seine Position rechtfertigen muss. Freiwillige kurze Stimmen reichen aus.
  • Nutze die Methode nicht für bloße Meinungsabfragen, sondern als Einstieg in eine fokussierte Reflexion.
  • Halte die Auswertung knapp. Die Stärke der Methode liegt im schnellen Sichtbarmachen von Unterschieden.

Varianten

Stimmungsbild

Nutze die Aufstellung für ein schnelles Stimmungsbild, etwa zu Beginn oder am Ende eines Moduls. Eine einzelne Frage reicht aus, um sichtbar zu machen, wie die Gruppe gerade steht.

Klärungsrunde

Nutze mehrere Aussagen nacheinander, um offene Punkte zu identifizieren. Nach jeder Positionierung werden nur ein bis zwei Stimmen eingesammelt. Die wichtigsten Klärungsbedarfe werden anschließend weiterbearbeitet.

Vorher-nachher-Reflexion

Stelle dieselbe Frage zu Beginn und am Ende einer Arbeitsphase. So wird sichtbar, ob sich Einschätzungen, Sicherheit oder gemeinsame Orientierung verändert haben.

Weitergehende Infos

Zu dieser Reflexionskarte sind noch keine weitergehenden Informationen hinterlegt. Wir arbeiten daran.