Reflexionskarte

Ampel­methode

Positionieren Einzelarbeit & Plenum 10 Minuten

Die Ampelmethode eignet sich, wenn Einschätzungen zu einem Modul schnell sichtbar werden sollen. Die Teilnehmenden zeigen mit Grün, Gelb oder Rot, ob ein Inhalt für sie klar, noch offen oder schwierig ist. So erkennt die Gruppe, welche Punkte verstanden wurden, wo Klärungsbedarf besteht und was für die eigene Initiative besonders anschlussfähig ist.

Symbolkarten Stifte

Kurzprofil

Kategorie Positionieren
Format Einzelarbeit mit kurzer Auswertung im Plenum
Dauer 10 Minuten
Material Symbolkarten, Stifte

Wofür ist die Reflexion gut?

Die Ampelmethode macht schnell sichtbar, wie sicher sich die Gruppe mit einem Inhalt fühlt. Grün steht für „klar“, Gelb für „noch offen“ und Rot für „schwierig“ oder „unklar“.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut nach einem inhaltlichen Modul: Welche Begriffe, Schritte oder Entscheidungen sind verstanden? Wo braucht es noch Erklärung? Welche Punkte sollten vor der Weiterarbeit geklärt werden?

So funktioniert die Reflexion

Vorbereitung
  • Bereite Karten oder Markierungen in drei Farben vor: Grün, Gelb und Rot.
  • Lege fest, worauf sich die Einschätzung beziehen soll, zum Beispiel auf ein Modul, eine Methode, eine Entscheidung oder einen nächsten Schritt.
  • Erkläre kurz die Bedeutung der Farben.
Durchführung
  1. Stelle eine klare Reflexionsfrage, zum Beispiel: „Wie klar ist euch der nächste Schritt?“
  2. Die Teilnehmenden wählen Grün, Gelb oder Rot.
  3. Alle zeigen ihre Farbe gleichzeitig oder legen sie sichtbar ab.
  4. Die Gruppe betrachtet das entstandene Bild.
  5. Frage gezielt nach gelben und roten Rückmeldungen: Was ist noch offen? Was braucht ihr, um weiterarbeiten zu können?
Abschluss

Halte die wichtigsten Klärungspunkte fest. Entscheide gemeinsam, was sofort geklärt werden kann und was später weiterbearbeitet werden soll. So wird aus der Ampelabfrage ein konkreter nächster Schritt.

Material & Raum

  • Material: Symbolkarten und Stifte; alternativ farbige Karten, Klebepunkte, Moderationskarten oder eine vorbereitete Ampelgrafik.
  • Raum: Die Methode funktioniert im Plenum, im Stuhlkreis oder an Tischen. Wichtig ist, dass die Rückmeldungen gut sichtbar sind.
  • Digital möglich: Ja. Online kann die Ampelmethode mit Reaktionen, Umfragetools, Chat, farbigen Symbolen oder einem digitalen Whiteboard umgesetzt werden.

Moderations­tipps

  • Erkläre die Farblogik eindeutig, damit alle die Einschätzung ähnlich verstehen.
  • Nutze die Methode nicht nur als Stimmungsbild. Frage besonders bei Gelb und Rot nach konkretem Klärungsbedarf.
  • Achte darauf, dass rote Rückmeldungen nicht als Scheitern verstanden werden. Sie zeigen, wo gute Weiterarbeit nötig ist.
  • Bei vielen grünen Rückmeldungen kannst du kurz prüfen: Was genau ist klar und worauf können wir jetzt aufbauen?
  • Halte die Auswertung knapp. Die Ampelmethode soll schnell Orientierung geben.

Varianten

Schnelle Lernstandsampel

Die Teilnehmenden zeigen nach einem Modul direkt eine Farbe: Grün für verstanden, Gelb für teilweise verstanden, Rot für noch unklar. Danach werden nur die wichtigsten offenen Punkte gesammelt.

Transferampel

Die Ampel bezieht sich auf die eigene Umsetzung: Grün bedeutet „können wir direkt nutzen“, Gelb „müssen wir anpassen“, Rot „passt für uns gerade nicht oder braucht Klärung“.

Entscheidungsampel

Die Gruppe prüft einen Vorschlag oder nächsten Schritt mit der Ampel. So wird sichtbar, ob ausreichend Zustimmung besteht oder ob noch Bedenken bearbeitet werden müssen.

Weitergehende Infos

Wenn du mehr über Ampel-Feedback und die Ampelmethode erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: wb-web: Ampel-Feedback und Politische Bildung Bayern: Ampelmethode.