Reflexionskarte
Bildreflexion
Die Bildreflexion eignet sich, wenn Teilnehmende einen schnellen Zugang zu ihren Eindrücken, Fragen oder Aha-Momenten finden sollen. Sie wählen ein Bild aus, das zu ihrem Erleben des Moduls passt, und erläutern kurz den Bezug. So werden Stimmungen und inhaltliche Anschlüsse sichtbar, ohne lange Vorbereitungszeit.
Kurzprofil
Wofür ist die Reflexion gut?
Die Bildreflexion hilft, Eindrücke sichtbar zu machen, die sich nicht sofort in sachliche Begriffe fassen lassen. Ein Bild kann Stimmung, Irritation, Zustimmung, Unsicherheit oder einen Aha-Moment ausdrücken.
Im MobiQ-Kartendeck passt die Reflexion besonders gut als kurzer Einstieg oder Abschluss: Was hat mich angesprochen? Was beschäftigt mich noch? Welches Bild steht für das, was ich aus dem Modul mitnehme?
So funktioniert die Reflexion
Vorbereitung
- Lege verschiedene Bildkarten gut sichtbar im Raum aus.
- Formuliere eine klare Reflexionsfrage, zum Beispiel: „Welches Bild passt zu dem, was du aus diesem Modul mitnimmst?“
- Gib den Teilnehmenden kurz Zeit, die Bilder in Ruhe anzuschauen.
Durchführung
- Die Teilnehmenden wählen jeweils ein Bild aus, das zu ihrer Einschätzung, Stimmung oder Erkenntnis passt.
- Alle überlegen kurz, warum sie dieses Bild gewählt haben.
- In einer Runde stellt jede Person ihr Bild vor.
- Jede Person erklärt in wenigen Sätzen den Bezug zum Modul oder zur eigenen Initiative.
- Die Moderation hält wiederkehrende Themen, offene Fragen oder wichtige Anschlussstellen fest.
Abschluss
Fasse kurz zusammen, welche Motive und Themen mehrfach aufgetaucht sind. Frage anschließend: Was zeigt uns diese Bildauswahl über unseren aktuellen Stand? Was sollten wir im nächsten Schritt aufgreifen?
Material & Raum
- Material: Bildkarten; alternativ Fotos, Postkarten, Symbolkarten oder vorbereitete Ausdrucke.
- Raum: Die Bilder sollten so ausgelegt werden, dass alle sie gut betrachten und auswählen können. Für die Auswertung reicht ein Stuhlkreis oder Plenum.
- Digital möglich: Ja. Online kann die Methode mit digitalen Bildkarten, einem Whiteboard oder einer geteilten Bildauswahl durchgeführt werden.
Moderationstipps
- Gib keine Deutung der Bilder vor. Entscheidend ist, was die Teilnehmenden selbst damit verbinden.
- Halte die Beiträge kurz, damit alle zu Wort kommen können.
- Ermutige auch ungewohnte oder überraschende Bildbezüge. Sie können wichtige Perspektiven sichtbar machen.
- Nutze die Methode nicht nur für Stimmung, sondern auch für inhaltliche Anschlüsse: Was zeigt das Bild über unsere Mobilitätsarbeit?
- Wenn wenig Zeit ist, können nur einige Freiwillige ihr Bild erläutern und die übrigen Bilder sichtbar liegen bleiben.
Varianten
Einstiegsbild
Nutze die Bildauswahl zu Beginn eines Moduls. Die Teilnehmenden wählen ein Bild zu ihrer Erwartung, bisherigen Erfahrung oder aktuellen Stimmung.
Abschlussbild
Am Ende eines Moduls wählen alle ein Bild für ihre wichtigste Erkenntnis, offene Frage oder den nächsten Schritt. So entsteht ein schneller gemeinsamer Abschluss.
Gruppenbild
Eine Kleingruppe wählt gemeinsam ein Bild aus, das ihren aktuellen Stand beschreibt. Anschließend erklärt sie im Plenum, warum dieses Bild passt.
Weitergehende Infos
Wenn du mehr über Bildreflexion als Methode erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: Service-Learning: Bildreflexion.
