Methode

Glückskeks-Methode

Verstehen Gruppen 15–20 Minuten

Die Glückskeks-Methode verteilt zentrale Inhalte auf kurze Zettel, die die Teilnehmenden zufällig erhalten. Statt einem Vortrag nur zuzuhören, bewegen sich alle durch den Raum, zeigen ihre Zettel, erklären Inhalte und kommen miteinander ins Gespräch. So werden Informationen gemeinsam erschlossen, geprüft und vertieft.

Informationsmaterial Aufgabenblätter Papier Stifte

Kurzprofil

Kategorie Verstehen
Format Gruppen
Dauer 15–20 Minuten
Gruppengröße 2 Personen bis große Gruppe

Wofür ist die Methode gut?

Die Glückskeks-Methode eignet sich, wenn viele kurze Informationen, Beispiele, Begriffe oder Impulse schnell in eine Gruppe getragen werden sollen. Der Vorteil liegt darin, dass die Teilnehmenden Inhalte nicht nur aufnehmen, sondern direkt erklären, vergleichen und auf eigene Erfahrungen beziehen.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode gut für Einstiege in Themen wie Mobilitätsangebote, Beteiligungsformate, Zielgruppen, Konflikte oder Praxisbeispiele. Sie bringt Bewegung in die Gruppe und macht aus Wissensvermittlung einen kurzen Austauschraum.

So funktioniert die Methode

Vorbereitung
  • Wähle zentrale Inhalte aus, die kurz, verständlich und einzeln lesbar sind.
  • Schreibe jeden Inhalt auf einen eigenen Zettel; bei großen Gruppen können wichtige Inhalte mehrfach vorkommen.
  • Bereite eine sichtbare Sammelfläche vor, zum Beispiel Pinnwand, Plakat oder Tisch, auf der die Zettel am Ende zusammengeführt werden.
Durchführung
  1. Führe kurz ins Thema ein und erkläre, dass die Gruppe die Inhalte selbst in Umlauf bringt.
  2. Gib jeder Person einen Zettel mit einem kurzen Impuls, Beispiel, Begriff oder einer These.
  3. Die Teilnehmenden bewegen sich durch den Raum, zeigen sich gegenseitig ihre Zettel und sprechen darüber.
  4. Ermutige dazu, nachzufragen: Was steht auf deinem Zettel? Was bedeutet das für unser Thema? Wo passt das zu unseren Erfahrungen?
  5. Nach der Austauschphase werden alle Zettel sichtbar gesammelt, geordnet und gemeinsam betrachtet.
Abschluss

Schließe mit einer kurzen Sichtung der gesammelten Zettel ab. Die Gruppe kann wichtige Inhalte markieren, fehlende Gedanken ergänzen oder auswählen, welche Impulse in der nächsten Arbeitsphase weiterbearbeitet werden sollen.

Material & Raum

  • Material: Informationsmaterial, Aufgabenblätter, Papier, Stifte; optional Geschenkband, Umschläge oder echte Glückskekse als spielerischer Einstieg.
  • Raum: Offener Raum mit Bewegungsfläche; zusätzlich eine Pinnwand, Wandfläche oder ein großer Tisch zum Sammeln der Zettel.
  • Digital möglich: Bedingt. Online funktioniert die Methode nur gut, wenn zufällige Impulse einzeln verteilt werden können und Austausch in kleinen Räumen oder beweglichen digitalen Räumen möglich ist.

Moderations­tipps

  • Formuliere die Zettel sehr prägnant: Ein Gedanke pro Zettel reicht.
  • Nutze verständliche Sprache, damit die Teilnehmenden ihren Impuls ohne lange Erklärung weitergeben können.
  • Plane die Austauschzeit etwas kürzer als die Gesamtzeit, damit Einführung und Abschluss nicht untergehen.
  • Bei großen Gruppen helfen Farben oder Symbole, um ähnliche Inhalte schnell erkennbar zu machen.
  • Gehe während der Austauschphase mit durch den Raum, höre zu und unterstütze Gespräche, ohne sie zu dominieren.

Varianten

Kurze Variante

Verteile nur wenige zentrale Begriffe oder Thesen und lasse die Teilnehmenden zwei bis drei kurze Gespräche führen. Anschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse direkt im Plenum gesammelt.

Intensivvariante

Kombiniere die Methode mit einer Auswertung: Nach dem Austausch ordnet die Gruppe die Zettel nach Themenfeldern, ergänzt eigene Beispiele und priorisiert die wichtigsten Impulse mit Klebepunkten.

Online-Variante

Versende die Impulse einzeln per privater Nachricht oder über ein digitales Whiteboard. Der Austausch kann in Breakout-Räumen stattfinden; anschließend werden alle Impulse auf einer gemeinsamen digitalen Pinnwand gesammelt.

<

Mehr zur Methode

Wenn du mehr über diese Methode erfahren möchtest oder nach ähnlichen Ideen für aktivierende Wissensvermittlung suchst, findest du hier weiterführende Informationen: eBildungslabor.