Reflexionskarte

Interview zu dritt

Austauschen Dreiergruppen 15–20 Minuten

Das Interview zu dritt eignet sich, wenn Teilnehmende ihre Erkenntnisse aus einem Modul genauer austauschen sollen. In Dreiergruppen interviewen sich zwei Personen, während eine dritte Person beobachtet und mitschreibt. Danach wechseln die Rollen. So werden Erfahrungen, Lernpunkte und mögliche nächste Schritte gemeinsam herausgearbeitet.

Leitfragen

Kurzprofil

Kategorie Austauschen
Format Dreiergruppen
Dauer 15–20 Minuten
Material Leitfragen

Wofür ist die Reflexion gut?

Das Interview zu dritt hilft, Eindrücke nicht nur kurz zu sammeln, sondern im Gespräch genauer zu verstehen. Die Teilnehmenden hören aktiv zu, fragen nach und halten wichtige Aussagen fest.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Reflexion besonders gut, wenn eine Gruppe Erfahrungen aus einem Modul auf die eigene Initiative übertragen möchte: Was war wichtig? Was ist anschlussfähig? Welche nächsten Schritte werden sichtbar?

So funktioniert die Reflexion

Vorbereitung
  • Bilde Dreiergruppen.
  • Bereite zwei bis drei kurze Leitfragen vor, die zur vorherigen Arbeitsphase passen.
  • Kläre die Rollen: eine Person fragt, eine Person antwortet, eine Person beobachtet und notiert zentrale Punkte.
Durchführung
  1. Die erste Person interviewt die zweite Person anhand der Leitfragen.
  2. Die dritte Person hört zu und notiert wichtige Aussagen, offene Fragen oder nächste Schritte.
  3. Nach einer kurzen Runde wechseln die Rollen.
  4. Die Gruppe wiederholt den Ablauf, bis alle einmal interviewt wurden.
  5. Am Ende schaut die Dreiergruppe gemeinsam auf die Notizen und markiert die wichtigsten Erkenntnisse.
Abschluss

Sammle im Plenum wenige zentrale Erkenntnisse aus den Dreiergruppen. Besonders hilfreich sind Punkte, die für die weitere Arbeit der Initiative, Kommune oder Gruppe direkt relevant sind.

Material & Raum

  • Material: Leitfragen; optional Papier und Stifte für Notizen.
  • Raum: Die Dreiergruppen brauchen kurze Gesprächsinseln, in denen sie einander gut verstehen können.
  • Digital möglich: Ja. Online kann die Reflexion mit Breakout-Räumen umgesetzt werden. Die Leitfragen sollten dann vorab im Chat oder auf einem digitalen Board sichtbar sein.

Moderations­tipps

  • Gib klare Leitfragen vor, damit die Gespräche nicht zu allgemein bleiben.
  • Halte die Interviewrunden kurz. Bei wenig Zeit reicht eine zentrale Frage pro Person.
  • Betone aktives Zuhören: Es geht nicht um Bewertung, sondern um Verstehen und Festhalten.
  • Die beobachtende Person sollte nicht moderieren, sondern zentrale Aussagen knapp notieren.
  • Plane am Ende eine kurze Sicherung ein, damit die Erkenntnisse nicht in den Kleingruppen bleiben.

Varianten

Kurze Reflexionsrunde

Jede Person wird nur zu einer Frage interviewt. Diese Variante eignet sich, wenn wenig Zeit bleibt oder die Reflexion als kurzer Abschluss eines Moduls genutzt wird.

Transferinterview

Die Leitfragen zielen gezielt auf die Umsetzung: Was nehmen wir mit? Was passt zu unserer Gruppe? Was wäre ein nächster konkreter Schritt?

Beobachtungsfokus

Die beobachtende Person achtet besonders auf wiederkehrende Themen, offene Fragen oder konkrete Handlungsimpulse. Diese werden anschließend in der Gruppe gebündelt.

Weitergehende Infos

Wenn du mehr über das Interview zu dritt und verwandte Reflexions- und Austauschformate erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: Bezirksschule Wettingen: Kooperative Lernformen, Methodenkartei Uni Oldenburg: Interview zu dritt und Mikro-Didaktik: Drei-Schritt-Interview.