Reflexionskarte
Koffer packen
Koffer packen eignet sich, wenn Teilnehmende am Ende eines Moduls festhalten sollen, was sie für ihre weitere Arbeit mitnehmen. Sie wählen zentrale Erkenntnisse, Ideen oder nächste Schritte aus und legen sie symbolisch in ihren Koffer. So wird sichtbar, was aus dem Modul in die eigene Initiative, Kommune oder Gruppe übertragen werden soll.
Kurzprofil
Wofür ist die Reflexion gut?
Die Reflexion hilft, Ergebnisse nicht einfach stehen zu lassen, sondern bewusst auszuwählen: Was nehme ich mit? Was ist für unsere Arbeit wichtig? Was sollte nicht verloren gehen?
Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut am Ende eines Moduls oder eines Seminartags. Sie unterstützt den Transfer von Erkenntnissen in die Praxis und macht sichtbar, welche Ideen, Fragen oder Vorhaben weitergetragen werden.
So funktioniert die Reflexion
Vorbereitung
- Bereite eine Koffer-Vorlage, ein Plakat oder Symbolkarten vor.
- Formuliere eine klare Leitfrage, zum Beispiel: „Was nehme ich aus diesem Modul für unsere weitere Mobilitätsarbeit mit?“
- Lege Stifte und Karten bereit, damit die Teilnehmenden ihre Mitnahmen kurz notieren können.
Durchführung
- Stelle die Koffer-Metapher kurz vor.
- Die Teilnehmenden überlegen einzeln, welche Erkenntnisse, Ideen oder nächsten Schritte sie mitnehmen möchten.
- Jede Person notiert ein bis drei Punkte auf Karten oder Symbolen.
- Die Karten werden in den Koffer gelegt, geklebt oder auf einem gemeinsamen Plakat gesammelt.
- Einige Teilnehmende erläutern kurz, warum sie genau diese Punkte mitnehmen.
Abschluss
Schaut gemeinsam auf den gefüllten Koffer: Welche Themen häufen sich? Welche Punkte sind besonders handlungsnah? Was sollte als nächstes konkret aufgegriffen werden?
Material & Raum
- Material: Symbolkarten und Stifte; zusätzlich hilfreich sind eine Koffer-Vorlage, Moderationskarten, Klebepunkte oder eine Pinnwand.
- Raum: Die Methode funktioniert im Plenum, an Tischen oder im Stuhlkreis. Wichtig ist eine sichtbare Fläche, auf der die Mitnahmen gesammelt werden können.
- Digital möglich: Ja. Online kann die Methode mit einem digitalen Whiteboard und einer Koffer-Vorlage umgesetzt werden.
Moderationstipps
- Begrenze die Zahl der Mitnahmen, damit die Reflexion fokussiert bleibt.
- Frage nicht nur nach allgemeinen Eindrücken, sondern gezielt nach übertragbaren Erkenntnissen oder nächsten Schritten.
- Ermutige die Teilnehmenden, auch offene Fragen einzupacken, wenn sie für die Weiterarbeit wichtig sind.
- Verdichte die Ergebnisse am Ende sichtbar, damit aus einzelnen Mitnahmen ein gemeinsames Bild entsteht.
- Nutze die Koffer-Inhalte später wieder: Was haben wir tatsächlich weitergetragen? Was muss noch ausgepackt werden?
Varianten
Persönlicher Koffer
Jede Person packt ihren eigenen kleinen Koffer mit ein bis drei Punkten. Diese Variante eignet sich besonders für individuelle Lern- und Transferreflexion.
Gruppenkoffer
Eine Initiative, Kommune oder Arbeitsgruppe packt gemeinsam einen Koffer. So wird sichtbar, welche Erkenntnisse als Gruppe weitergetragen werden sollen.
Koffer und Ablage
Neben dem Koffer wird eine zweite Fläche vorbereitet: „Das lassen wir hier“. So kann die Gruppe unterscheiden, was sie mitnehmen möchte und was gerade nicht weiterverfolgt wird.
Weitergehende Infos
Wenn du mehr über die Methode Koffer packen als Reflexions- und Abschlussformat erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: Methodenkartei Uni Oldenburg: Koffer packen.
