Reflexionskarte
Kopf, Herz, Hand und Füße
Kopf, Herz, Hand und Füße eignet sich, wenn ein Modul aus mehreren Perspektiven reflektiert werden soll. Die Teilnehmenden halten fest: Was habe ich verstanden? Was berührt mich? Was kann ich tun? Wohin führt uns das? So werden Wissen, Haltung, Handlungsmöglichkeiten und nächste Schritte für die Initiative verbunden.
Kurzprofil
Wofür ist die Reflexion gut?
Die Reflexion hilft, ein Thema nicht nur sachlich auszuwerten, sondern auch persönliche Resonanz und konkrete Handlungsmöglichkeiten einzubeziehen. So wird sichtbar, was verstanden wurde, was emotional berührt, was praktisch getan werden kann und in welche Richtung die Gruppe weitergehen möchte.
Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut, wenn aus einer Arbeitsphase ein gemeinsamer Transfer entstehen soll: Welche Erkenntnisse nehmen wir mit? Was bedeutet das für unsere Initiative, Kommune oder Gruppe? Was ist der nächste machbare Schritt?
So funktioniert die Reflexion
Vorbereitung
- Bereite vier Bereiche oder Symbolkarten vor: Kopf, Herz, Hand und Füße.
- Formuliere zu jedem Bereich eine kurze Reflexionsfrage.
- Lege Stifte und Karten bereit, damit die Teilnehmenden ihre Gedanken knapp notieren können.
Durchführung
- Stelle die vier Perspektiven kurz vor.
- Die Teilnehmenden notieren zu jedem Bereich einen Gedanken oder ein Stichwort.
- Bei Kopf geht es um Verstehen: Was habe ich erkannt?
- Bei Herz geht es um Resonanz: Was berührt, motiviert oder irritiert mich?
- Bei Hand geht es um Handlung: Was kann ich oder können wir konkret tun?
- Bei Füße geht es um Richtung: Wohin führt uns das als nächster Schritt?
Abschluss
Sammelt im Plenum wenige zentrale Punkte aus den vier Bereichen. Achtet besonders darauf, dass aus Erkenntnissen auch konkrete nächste Schritte entstehen. Die Methode sollte mit einer kurzen Klärung enden: Was nehmen wir mit und woran arbeiten wir weiter?
Material & Raum
- Material: Symbolkarten und Stifte; optional Moderationskarten, Pinnwand oder ein vorbereitetes Plakat mit vier Feldern.
- Raum: Die Methode kann im Stuhlkreis, an Tischen oder an einer Pinnwand durchgeführt werden. Wichtig ist, dass die vier Bereiche gut sichtbar sind.
- Digital möglich: Ja. Online kann die Reflexion mit einem digitalen Whiteboard und vier Feldern umgesetzt werden.
Moderationstipps
- Halte die vier Fragen knapp, damit die Methode nicht zu lang wird.
- Achte darauf, dass nicht nur der Kopf-Bereich gefüllt wird. Herz, Hand und Füße sind wichtig für Transfer und Umsetzung.
- Ermutige die Teilnehmenden, auch Unsicherheit oder Irritation zu notieren. Das kann wichtige Klärungsbedarfe sichtbar machen.
- Verdichte am Ende besonders die Hand- und Füße-Perspektive: Was wird konkret? Was ist der nächste Schritt?
- Nutze die Methode nicht als reine Feedbackrunde, sondern als Brücke zwischen Reflexion und Weiterarbeit.
Varianten
Kurze Einzelreflexion
Jede Person notiert zu den vier Bereichen nur ein Stichwort. Danach werden einige freiwillige Beiträge im Plenum gesammelt.
Gruppenplakat
Die Teilnehmenden füllen gemeinsam ein Plakat mit vier Feldern. Diese Variante eignet sich, wenn die Gruppe am Ende ein sichtbares gemeinsames Ergebnis haben soll.
Transferfokus
Die Auswertung konzentriert sich auf Hand und Füße: Welche Handlung ist realistisch? Welche Richtung wollen wir als Initiative, Kommune oder Gruppe als Nächstes einschlagen?
Weitergehende Infos
Wenn du mehr über die Methode Kopf, Hand, Herz als Reflexions- und Gestaltungsperspektive erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: ZHdK Design Tools: Kopf, Hand, Herz.
