Methode

Markt der Ergebnisse

Verstehen / Austauschen Stationen 30–45 Minuten

Der Markt der Ergebnisse eignet sich, wenn erarbeitete Zwischenergebnisse sichtbar gemacht und verglichen werden sollen. Gruppen stellen ihre Ergebnisse an Stationen aus, andere gehen herum, stellen Fragen und ergänzen Hinweise. So werden unterschiedliche Zugänge geteilt und zentrale Erkenntnisse gemeinsam gesichert.

Pinnwände Papier Stifte Feedback-Box Haftnotizen

Kurzprofil

Kategorie Verstehen / Austauschen
Format Stationen
Dauer 30–45 Minuten
Gruppengröße 4–8 Personen

Wofür ist die Methode gut?

Der Markt der Ergebnisse hilft, Gruppenarbeiten nicht nur nacheinander vortragen zu lassen, sondern als aktive Erkundung zu organisieren. Ergebnisse werden an Marktständen sichtbar ausgestellt; die Teilnehmenden bewegen sich frei zwischen den Stationen, informieren sich, stellen Rückfragen und geben Feedback.

Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut nach Arbeitsphasen, in denen Gruppen unterschiedliche Themen, Orte, Zielgruppen, Mobilitätsprobleme oder Projektideen bearbeitet haben. Die Methode macht sichtbar, wo sich Ergebnisse ähneln, welche Perspektiven fehlen und welche Punkte für die weitere Planung besonders relevant sind.

So funktioniert die Methode

Vorbereitung
  • Plane pro Gruppe einen gut sichtbaren Marktstand, zum Beispiel mit Pinnwand, Plakat, Tisch oder digitaler Arbeitsfläche.
  • Kläre, welche Ergebnisse ausgestellt werden sollen: zentrale Erkenntnisse, offene Fragen, Projektideen, Karten, Skizzen, Fotos oder Empfehlungen.
  • Bereite eine einfache Feedbackmöglichkeit vor, etwa Haftnotizen, Feedback-Box, Leitfragen oder Klebepunkte für Rückmeldungen.
Durchführung
  1. Die Gruppen bereiten ihre Marktstände vor und stellen ihre Ergebnisse so dar, dass andere sie schnell verstehen können.
  2. Jede Gruppe bestimmt eine Person, die zunächst am Stand bleibt, Fragen beantwortet und Rückmeldungen sammelt.
  3. Die übrigen Teilnehmenden gehen über den Markt, besuchen die Stände, stellen Fragen und notieren Kommentare, Hinweise oder Ergänzungen.
  4. Nach einer vereinbarten Zeit können Standbetreuung und Besucherrolle wechseln, damit möglichst alle auch andere Stände sehen.
  5. Am Ende kehren die Gruppen zu ihrem eigenen Stand zurück, lesen die Rückmeldungen und halten fest, was sie übernehmen oder weiter klären möchten.
Abschluss

Schließe mit einer gemeinsamen Auswertung ab: Welche Ergebnisse waren besonders anschlussfähig? Welche Fragen wurden häufig gestellt? Welche Ergänzungen verändern die eigene Einschätzung? Die wichtigsten Erkenntnisse können im Plenum gesammelt und als Grundlage für Priorisierung, Weiterarbeit oder Ergebnissicherung genutzt werden.

Material & Raum

  • Material: Pinnwände, Papier, Stifte, Feedback-Box, Haftnotizen; zusätzlich hilfreich sind Tische, Plakate, Moderationskarten, Klebepunkte, Leitfragen oder einfache Handouts.
  • Raum: Raum mit mehreren klar erkennbaren Stationen und genug Bewegungsfläche. Die Stände sollten so verteilt sein, dass Gruppen miteinander sprechen können, ohne sich gegenseitig zu stören.
  • Digital möglich: Ja. Digital funktioniert die Methode mit Whiteboards, Padlets, digitalen Postern oder virtuellen Räumen. Wichtig sind klare Besuchsrunden, einfache Navigation und eine sichtbare Feedbackfunktion.

Moderations­tipps

  • Achte darauf, dass die Marktstände nicht zu textlastig werden. Gute Überschriften, Skizzen, Karten oder Leitfragen helfen beim schnellen Verstehen.
  • Gib den Besuchenden einen klaren Auftrag, zum Beispiel: „Stelle eine Rückfrage“, „Ergänze einen Hinweis“ oder „Markiere den wichtigsten Punkt“.
  • Sorge dafür, dass alle Stände besucht werden. Bei Bedarf kann die Moderation Besuchsrunden steuern oder Gruppen zeitlich versetzt starten lassen.
  • Plane den Rollenwechsel bewusst ein, damit nicht immer dieselbe Person am Stand bleibt und wichtige Ergebnisse anderer Gruppen verpasst.
  • Betone, dass der Markt kein Wettbewerb ist. Es geht um gegenseitiges Verstehen, konstruktives Feedback und gemeinsames Weiterdenken.

Varianten

Kurze Variante

Die Gruppen hängen ihre Ergebnisse als Galerie auf. Alle gehen herum, lesen die Plakate und hinterlassen je eine Rückfrage oder einen Klebepunkt. Anschließend werden nur die wichtigsten Rückmeldungen kurz besprochen.

Intensivvariante

Erweitere den Markt zu einem Infomarkt mit vorbereiteten Ständen, kleinen Demonstrationen, Kartenmaterial, Modellen oder kurzen Mini-Inputs. Zusätzlich können Besucher:innen Arbeitsaufträge erhalten, etwa Gemeinsamkeiten zu finden, offene Fragen zu sammeln oder Prioritäten zu vergeben.

Online-Variante

Jede Gruppe gestaltet eine digitale Station auf einem Whiteboard, Padlet oder in einem virtuellen Raum. Die Teilnehmenden besuchen die Stationen in festgelegten Runden, hinterlassen Kommentare und kommen anschließend zur gemeinsamen Auswertung zurück.

Mehr zur Methode

Wenn du mehr über den Markt der Ergebnisse, Infomärkte oder Ausstellungen als aktivierende Präsentationsform erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: