Reflexionskarte
One-Minute-Paper
Das One-Minute-Paper eignet sich, wenn nach einem Modul kurz gesichert werden soll, was verstanden wurde und was offen bleibt. Die Teilnehmenden beantworten schriftlich wenige Leitfragen, etwa: Was war wichtig? Was ist unklar? Was betrifft unsere Initiative? So werden Lernstand und Anschlussfragen schnell sichtbar.
Kurzprofil
Wofür ist die Reflexion gut?
Das One-Minute-Paper hilft, zentrale Erkenntnisse und offene Fragen schnell zu erfassen. Die Teilnehmenden halten schriftlich fest, was für sie wichtig war und wo noch Klärungsbedarf besteht.
Im MobiQ-Kartendeck passt die Reflexion besonders gut nach kurzen Inputs oder Arbeitsphasen: Was wurde verstanden? Was ist für die eigene Initiative relevant? Welche Frage sollte vor dem nächsten Schritt noch geklärt werden?
So funktioniert die Reflexion
Vorbereitung
- Bereite ein bis drei kurze Leitfragen vor.
- Gib Papier und Stifte aus oder nutze vorbereitete Karten.
- Erkläre, dass kurze Stichworte reichen und keine langen Texte erwartet werden.
Durchführung
- Stelle die Leitfragen sichtbar vor.
- Die Teilnehmenden schreiben ein bis drei Minuten lang ihre Antworten auf.
- Die Antworten können anonym abgegeben oder kurz in der Gruppe geteilt werden.
- Die Moderation liest zentrale Muster, offene Fragen oder Anschlussstellen heraus.
- Wichtige Klärungspunkte werden für die weitere Arbeit festgehalten.
Abschluss
Fasse kurz zusammen, welche Erkenntnisse und Fragen sichtbar wurden. Entscheide, was direkt geklärt werden kann und welche Punkte später in der Gruppe weiterbearbeitet werden.
Material & Raum
- Material: Papier und Stifte; alternativ Moderationskarten, Arbeitsblatt oder ein digitales Formular.
- Raum: Die Methode braucht keine besondere Raumform. Wichtig ist nur ein ruhiger Moment zum Schreiben.
- Digital möglich: Ja. Online kann das One-Minute-Paper über Chat, digitales Whiteboard, Formular oder gemeinsames Dokument umgesetzt werden.
Moderationstipps
- Nutze wenige, klare Fragen. Sonst wird aus der kurzen Reflexion schnell ein ausführlicher Fragebogen.
- Begrenze die Schreibzeit bewusst. Das Format lebt von schnellen, spontanen Rückmeldungen.
- Formuliere eine Transferfrage, damit der Bezug zur eigenen Initiative sichtbar wird.
- Wenn die Antworten anonym abgegeben werden, können auch Unsicherheiten leichter sichtbar werden.
- Greife offene Fragen später wirklich auf. Sonst wirkt die Methode wie reine Abfrage ohne Konsequenz.
Varianten
Zwei-Fragen-Paper
Die Teilnehmenden beantworten nur zwei Fragen: „Was war für mich die wichtigste Erkenntnis?“ und „Was ist noch offen?“ Diese Variante ist besonders schnell und klar.
Transfer-Paper
Die Leitfrage zielt direkt auf die Praxis: „Was nehme ich für unsere Initiative, Kommune oder Gruppe mit?“ So wird der Bezug zur Weiterarbeit gestärkt.
Anonymes Paper
Die Antworten werden anonym gesammelt. Diese Variante eignet sich, wenn Unsicherheiten, Kritik oder offene Fragen niedrigschwellig sichtbar werden sollen.
Weitergehende Infos
Wenn du mehr über das One-Minute-Paper als kurze Reflexions- und Feedbackmethode erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: Methodenkartei Uni Oldenburg: One-Minute-Paper.
