Methode

Pecha Kucha

Verstehen Plenum 7 Minuten

Pecha Kucha ist ein sehr kompaktes Präsentationsformat mit festem Zeitrahmen: 20 Folien werden jeweils 20 Sekunden gezeigt und laufen automatisch weiter. Dadurch müssen Inhalte stark verdichtet, visuell unterstützt und klar auf den Punkt gebracht werden. Die Methode eignet sich besonders, wenn mehrere Personen oder Gruppen kurze Impulse vorstellen sollen, ohne dass einzelne Beiträge zu lang werden.

Laptop Präsentationsfolien Beamer Uhr

Kurzprofil

Kategorie Verstehen
Format Plenum
Dauer 7 Minuten
Gruppengröße Eine Person bis große Gruppe

Wofür ist die Methode gut?

Pecha Kucha eignet sich, wenn ein Thema knapp, anschaulich und mit klarer Zeitbegrenzung vorgestellt werden soll. Die feste Struktur zwingt dazu, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und Folien nicht mit Text zu überladen.

Im MobiQ-Kartendeck kann Pecha Kucha genutzt werden, um Projektideen, Mobilitätsprobleme, Zwischenergebnisse oder Praxisbeispiele kurz vorzustellen. Besonders hilfreich ist die Methode, wenn mehrere Gruppen nacheinander präsentieren und danach genug Zeit für Rückfragen, Vergleich und Diskussion bleiben soll.

So funktioniert die Methode

Vorbereitung
  • Lege das Thema und das Ziel des Kurzvortrags fest: informieren, inspirieren, überzeugen oder zur Mitarbeit einladen.
  • Plane den Inhalt zuerst inhaltlich, bevor Folien gestaltet werden. Hilfreich ist ein kurzes Skript oder eine gegliederte Stichwortsammlung.
  • Erstelle 20 Folien, die jeweils in 20 Sekunden verständlich sind. Verwende eher starke Bilder, klare Begriffe oder einfache Visualisierungen als lange Textblöcke.
Durchführung
  1. Erkläre der Gruppe das Format: 20 Folien, 20 Sekunden pro Folie, automatische Weiterleitung.
  2. Starte mit einem klaren Einstieg, zum Beispiel mit einer Leitfrage, einem Bild, einer Irritation oder einer kurzen These.
  3. Führe zügig durch den Hauptteil und konzentriere dich pro Folie auf genau einen Gedanken.
  4. Achte auf das Timing. Die Folien laufen automatisch weiter; der Vortrag passt sich dem Rhythmus an, nicht umgekehrt.
  5. Schließe mit einer präzisen Kernbotschaft, einem Ausblick oder einer konkreten Einladung zur Weiterarbeit.
Abschluss

Nach dem Vortrag sollte direkt eine kurze Rückfrage- oder Diskussionsphase folgen. Bei mehreren Präsentationen können die Teilnehmenden anschließend Gemeinsamkeiten, Unterschiede oder offene Fragen sammeln und für die weitere Workshoparbeit priorisieren.

Material & Raum

  • Material: Laptop, Präsentationsfolien, Beamer, Uhr; idealerweise eine Präsentation mit automatischem Folienwechsel nach 20 Sekunden.
  • Raum: Plenumsraum mit guter Sicht auf die Folien und klarer Präsentationssituation; bei mehreren Vortragenden Wechselwege kurz halten.
  • Digital möglich: Ja. Online funktioniert Pecha Kucha gut mit Bildschirmfreigabe und automatischem Folienwechsel. Vorher sollte unbedingt getestet werden, ob Timing und Technik stabil laufen.

Moderations­tipps

  • Bestehe auf der Zeitbegrenzung. Gerade der feste Rahmen macht die Methode wirksam.
  • Empfiehl den Vortragenden, nicht mit Folien zu beginnen, sondern zuerst Ziel, Kernbotschaft und Ablauf zu klären.
  • Erinnere daran: Eine Folie sollte in weniger als 20 Sekunden erfassbar sein.
  • Plane Übungszeit ein. Der Rhythmus ist ungewohnt und funktioniert besser, wenn der Vortrag vorher laut geprobt wurde.
  • Nutze Pecha Kucha nicht für detailreiche Erklärungen. Die Methode ist stark für Impulse, Beispiele, Ideen und pointierte Zwischenstände.

Varianten

Kurze Variante

Reduziere das Format auf 5 bis 10 Folien mit jeweils 20 Sekunden. Diese Variante eignet sich gut, wenn Gruppen schnell Zwischenergebnisse, Fragen oder erste Projektideen vorstellen sollen.

Intensivvariante

Kombiniere mehrere Pecha-Kucha-Präsentationen mit einer strukturierten Auswertung. Nach jeder Präsentation notieren die Zuhörenden eine Rückfrage und einen besonders starken Gedanken. Danach werden die Ergebnisse gemeinsam sortiert.

Online-Variante

Die Vortragenden teilen ihre Folien per Bildschirmfreigabe. Wichtig sind ein vorheriger Technikcheck, automatische Folienübergänge und klare Regeln für Rückfragen, zum Beispiel erst nach dem vollständigen Kurzvortrag.

Mehr zur Methode

Wenn du mehr über Pecha Kucha erfahren möchtest oder Hinweise zur Vorbereitung eines solchen Kurzvortrags suchst, findest du hier weiterführende Informationen: Universität Göttingen.