Reflexionskarte
So What? Now What?
So What? Now What? eignet sich, wenn aus einem Modul konkrete Bedeutung und nächste Schritte abgeleitet werden sollen. Die Teilnehmenden klären zuerst: Was war wichtig? Danach: Warum ist das für unsere Initiative relevant? Zum Schluss: Was folgt daraus praktisch? So wird aus Wissen ein handlungsorientierter Transfer.
Kurzprofil
Wofür ist die Reflexion gut?
Die Reflexion hilft, Erfahrungen oder Inhalte nicht nur zu sammeln, sondern in Bedeutung und Handlung zu übersetzen. Die Gruppe bleibt nicht bei „Was ist passiert?“ stehen, sondern fragt gezielt nach Relevanz und Konsequenzen.
Im MobiQ-Kartendeck passt die Methode besonders gut am Ende eines Moduls oder Seminartags: Welche Erkenntnisse sind zentral? Was bedeuten sie für unsere Initiative, Kommune oder Gruppe? Und welcher nächste Schritt ist jetzt sinnvoll?
So funktioniert die Reflexion
Vorbereitung
- Bereite drei Leitfragen vor: What?, So What? und Now What?.
- Lege Papier und Stifte bereit oder nutze ein Plakat mit drei Feldern.
- Kläre, ob die Teilnehmenden zuerst einzeln schreiben oder direkt gemeinsam reflektieren.
Durchführung
- What? Die Teilnehmenden sammeln: Was war wichtig? Was ist passiert? Welche Erkenntnis bleibt hängen?
- So What? Die Gruppe klärt: Warum ist das relevant? Was bedeutet es für unsere Mobilitätsarbeit?
- Now What? Die Teilnehmenden leiten ab: Was folgt daraus praktisch? Was ist der nächste Schritt?
- Die Antworten werden auf Karten, einem Arbeitsblatt oder einem gemeinsamen Plakat festgehalten.
- Zum Schluss werden die wichtigsten nächsten Schritte markiert und Verantwortlichkeiten oder offene Klärungen benannt.
Abschluss
Schließt mit einer konkreten Transferfrage ab: Was machen wir als Nächstes wirklich? Haltet ein bis zwei realistische Schritte fest, damit die Reflexion nicht nur Erkenntnisse sammelt, sondern in Handlung übergeht.
Material & Raum
- Material: Leitfragen, Papier und Stifte; zusätzlich hilfreich sind ein vorbereitetes Drei-Felder-Plakat, Moderationskarten oder Klebepunkte zur Priorisierung.
- Raum: Die Methode funktioniert im Plenum, in Kleingruppen oder an Arbeitstischen. Wichtig ist eine sichtbare Struktur mit den drei Schritten.
- Digital möglich: Ja. Online kann die Reflexion mit einem digitalen Whiteboard, Formular oder gemeinsamen Dokument mit drei Spalten umgesetzt werden.
Moderationstipps
- Achte darauf, dass die Gruppe nicht zu lange bei What? bleibt. Entscheidend sind Bedeutung und nächste Schritte.
- Formuliere die drei Fragen gut sichtbar, damit die Reflexion klar geführt bleibt.
- Nutze So What?, um den Bezug zur eigenen Initiative, Kommune oder Gruppe herzustellen.
- Bei Now What? sollten konkrete, machbare Schritte entstehen – keine zu großen Absichtserklärungen.
- Halte offene Fragen fest, aber unterscheide sie klar von Entscheidungen und nächsten Aufgaben.
Varianten
Kurze Einzelreflexion
Jede Person beantwortet die drei Fragen kurz für sich. Anschließend werden nur die wichtigsten Transferpunkte im Plenum geteilt.
Kleingruppen-Transfer
Reisegruppen oder Arbeitsgruppen bearbeiten die drei Fragen gemeinsam und leiten daraus einen nächsten Schritt für ihre eigene Initiative ab.
Entscheidungsfokus
Die Methode wird genutzt, um aus mehreren Erkenntnissen eine Entscheidung vorzubereiten: Was wissen wir? Was bedeutet das? Was entscheiden oder testen wir als Nächstes?
Weitergehende Infos
Wenn du mehr über das Reflexionsmodell What? So What? Now What? erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Informationen: University of Edinburgh: What? So What? Now What? und University of Cumbria: Reflective Model Rolfe.
