Project Description

Car-Sharing Renningen

Car-Sharing Renningen ist ein 1992 gegründeter Verein, der aus einem WG-Problem heraus gegründet wurde. Damals gab es zwei Autos für vier Personen. Anfangs noch sehr unstrukturiert, entwickelte sich die Initiative immer weiter und nutzte unter anderem das Jugendhaus als Plattform. Seinen persönlichen und bürgernahen Charakter hat es bis heute nicht verloren. Auch wenn bereits 700 Nutzer:innen und 22 Fahrzeuge zu Buche stehen.

Erstmal machen und gar nicht groß aufbauschen war das Motto am Anfang.

Das Projekt

Car-Sharing Renningen

Zeitraum

Seit 1992

Beteiligte

Initiator:in: Jochen Breutner-Menschick

Von Anfang an lag der Fokus darauf, möglichst unabhängig zu bleiben. Das Car-Sharing trägt sich finanziell selbst. Die Nutzer und eine lokale Werkstatt kümmern sich um die Instandhaltung der Fahrzeuge.

Organisatorische Unterstützung bei der Standortsuche und –Markierung gibt es von der Gemeinde Renningen. Das Buchungssystem ist in das System von Stadtmobil und TeilAuto integriert, so dass eine Onlinebuchung über den Browser oder die App möglich ist.

Zielgruppe

  • Bewohner:innenvon Renningen, die auf das eigene Auto (auch Zweitauto) verzichten möchten.
  • Vereine und Firmen

Rahmen

Das Car-Sharing wird vom Verein Ökostadt-Renningen e.V. angeboten und stetig weiterentwickelt. Das Sharing selbst arbeitet kostendeckend, das heißt die Fahrzeugkosten können über die Kilometerpauschalen der Nutzer:innen bezahlt werden.

Große Meilensteine in der  Weiterentwicklung des Angebots konnten durch Fördermittel erreicht werden, so zum Beispiel die Anschaffung  der ersten Elektrofahrzeuge und des digitalen Buchungssystems im Jahr 2014.

Langfristig soll aus dem Car-Sharing eine umfassendere Mobilitätslösung mit Autos und E-Fahrrädern entstehen, für die auch schon Fördermittel eingeholt werden konnten.

Es bleibt also spannend in Renningen!

Kontext

Renningen ist eine Stadt im Landkreis Böblingen (rund 15km westlich von Stuttgart) mit rund 18.700 Einwohnern. Renningen hat drei S-Bahnhöfe (Renningen, Renningen-Süd und Malmsheim) und ist dadurch mit 2 S-Bahnlinien an Stuttgart, Böblingen und Weil der Stadt angebunden.

Leider wurde schon vor Jahrzehnten der Einzelhandel im Gewerbegebiet nördlich des Bahnhofs angesiedelt, was dazu führte, dass zwar alles da ist (Aldi, Lidl, Edeka), aber eben nicht in der Innenstadt. Daher fahren viele Renninger mit dem Auto zum Einkaufen, was man eigentlich aber auch distanzmäßig mit dem Rad erreichen könnte.

Was wurde umgesetzt?

In Renningen wurde schon im Jahr 1992, auf Initiative von Jochen Breutner-Menschick, ein stationsbasiertes Car-Sharing, unter dem Namen „AutoTeilen Renningen“ gegründet. Heute stehen über das, im Verein „Ökostadt Renningen e.V.“ organisierte Mobilitätsangebot „Car-Sharing Renningen“ insgesamt 22 Autos zur Verfügung. Die Flotte ist sehr heterogen und bietet 10 Elektrofahrzeuge (E-Smart, Renault Kangoo-E, Renault Zoe) und auch sonst alle Fahrzeugklassen, vom Kleinwagen bis zum 9-Sitzer, sowie einen Anhänger und einen Fahrradträger.

Das Angebot ist stationsbasiert und erlaubt die Quernutzung mit teilauto (Tübingen/Reutlingen), sowie stadtmobil Stuttgart.

Julian Bansen

Es konnte eine Kultur etabliert werden.

Nutzer:innen hatten immer das Gefühl dass es „ihr Car-Sharing“ ist und dass sie mitbestimmen können – das ist bis heute so!